Spanien


Das Königreich "Reino de España" ging nach der Diktatur Francos in die heutige parlamentarische Erbmonarchie über. Ihr Staatsoberhaupt, Juan Carlos I, der seinen Wohnsitz in Spaniens Hauptstadt Madrid fand, machte das Land nicht nur zu einem weltweit anerkannten Urlaubsziel, sondern brachte auch seine wirtschaftliche Expansion und verhinderte die Errichtung einer neuen Diktatur. Der Putsch vom 23. 02. 1981 war ein mißglückter Versuch von Seiten der Guardia Civil, die Demokratie in Spanien zu beenden. Die Frustration der Anhänger Francos war Ursache für den Putschversuch, dem Juan Carlos standhielt und sich deutlich für die Demokratie und die spanische Verfassung aussprach.
Spanien befindet sich auf der Iberischen Halbinsel, hat eine Fläche von 504.645 km2 und kann 47.190.493 Einwohner zählen. Das Land steht heutzutage auf Platz vier der beliebtesten Urlaubsziele weltweit. Es sind nicht nur die umfassende Flora und Fauna mit ihren zahlreichen Vegetationen, die die Urlauber zu schätzen wissen. Es ist die Kultur, die die Touristen und eigenen Landsmänner in ihren Bann zieht. Traditionen, kulinarische Köstlichkeiten (Tapas, Paella, etc.) und natürlich die Einheimischen selber machen Spanien zu dem, was es heute ist. Und es wird nicht langweilig, denn in Spanien werden insgesamt vier Sprachen gesprochen. Amtssprache ist Kastilisch (Spanisch), in den meist besuchten Urlaubszielen Katalonien, Valencia und den Balearen wird Katalanisch gesprochen. Galicisch ist der "Dialekt", den man in Galicien spricht, sowie Baskisch, im Baskenland und Nevarra an der Tagesordnung.
Diese zahlreichen Variationen brachten viele Menschen dazu, den Traum vom Leben in Spanien zu verwirklichen. In den letzten zehn Jahren wurde ein starker Anstieg der spanischen Bevölkerung festgestellt, nicht zuletzt durch Zuwanderung. Man interessierte sich für das Land und ihre "Mañana"- Kultur, genauso wie für Millionenstädte wie Madrid oder Barcelona, in denen ebenfalls ein starkes Wachstum erkennbar wurde. Spanien ist in den letzten Jahren aber auch wirtschaftlich vorangeschritten. Seit 1986 können sie sich als Mitglied der Europäischen Union behaupten und stehen stets für Integration und Erweiterung. Ihr Wahlspruch "Plus Ultra" (Darüber hinaus) lässt daran keinen Zweifel. Der Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft im selben Jahr war die Grundlage für den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes, ebenso wie die Teilnahme an der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion, sowie der Liberalisierung und Modernisierung der Industrie.
Das Land ist nach Angaben des Internationalen Währungsfonds die zwölftgrößte Volkswirtschaft weltweit, ein BIP Wachstum von 1,6% wird für 2012 vorrausgesetzt. Die Struktur der spanischen Wirtschaft läßt sich wie folgt auflisten:
  • 68 % Dienstleistungen
  • 20 % verarbeitende Industrie
  • 9 % Bauwirtschaft
  • 3 % Landwirtschaft.
Einer der Haupthandelspartner Spaniens ist Deutschland. 11,1 % des Gesamterwerbs durch Export und 14,4 % durch Import lassen sich statistisch belegen.
Im Außenhandel lassen sich folgende Hauptprodukte als Ausführgüter nennen: Halbfabrikate (50,8), Nahrungsmittel (13,5) und Kraftfahrzeuge (11,8). Folgende sind Einführgüter: Halbfabrikate (60,9), Investitionsgüter (8,0) und Nahrungsmittel (7,0).

Spanien verfügt über ein gutes Straßen- und Autobahnnetz. Es gibt carreteras nacionales (Nationalstraßen), autovías (gebührenfrei) und autopistas (mautpflichtig) (beides Autobahnen). Spanien hat aufgrund der Marktwirtschaft einem gewissen Konkurrenzdruck standzuhalten. Besonders in der Textil- und Schuhindustrie wird deutlich, dass die europäische Industrie unter der Produktion von in Billiglohnländern hergestellten Waren leidet. Spanien, einst ebenfalls ein Billiglohnland, ist jedoch die Erfolgsleiter bis hin zur Industrienation hinaufgeklettert, muss jedoch nunmehr unter mangelnder Textilproduktion leiden. Die Tatsache, dass in dritte Welt Ländern die Ware billig verkauft wird, läßt Spanien nur die Möglichkeit, sich auf andere Wirtschaftszweige wie Tourismus, Bauwesen, Maschinenbau, Landwirtschaft, etc. zu konzentrieren.
Spanien ist also nicht nur Urlaubsziel, sondern auch ein fest etablierter Teil der Weltwirtschaft.